Montag, 31. Oktober 2011

Top Hatters Zeitmesser:
Tutima Fliegerchronograph 1941 - die Wiedergeburt eines Klassikers


Der Krieg ist zweifelsfrei der Vater vieler Dinge. Auch der Tutima Fliegerchronograph 1941, der seit Mitte der 1990-er Jahre die Grundlage der Tutima Classic-Linie bildet, verdankt seine Existenz dem Krieg. 1939 erhielt die Uhrenfabrik Glashütte AG (Ufag) von der Wehrmacht den Auftrag zur Entwicklung eines Armbandchronographen für die Piloten der Luftwaffe. Das Ergebnis war der Tutima Fliegerchronograph, Kaliber Urofa 59, mit Additionsstoppung und Tempostopp (Flyback). Bis zum Kriegsende 1945 verließen rund 30.000 Exemplare des Tutima Fliegerchronographen 1941 die Glashütter Werkstätten. Jene Exemplare, die Krieg und die Wirren der Nachkriegszeit bis heute überstanden haben, sind nun gesuchte und hochbezahlte Sammlerstücke.

1994 hat sich die Tutima Uhrenfabrik, die nach dem Krieg eine neue Heimat im niedersächsischen Ganderkesee gefunden hat, entschlossen, diese klassisch-schöne Fliegeruhr als Replikat wieder aufleben zu lassen. Soweit möglich hat man sich bei Gehäuse-, Zeiger- und Zifferblatt-Optik streng am Vorbild orientiert. Und auch der Gehäusedurchmesser von 38,5 mm entspricht exakt dem des Originals. Nur bei der Werkbestückung hat man mit dem mechanischen Schweizer Handaufzug-Chronographen-Kaliber Valjoux 7760 einen zeitgemäßen Kompromiss gewählt, da das Originalwerk nicht mehr verfügbar war.  Ein voluminöses Edelstahlgehäuse mit gewölbtem Saphirglas schützte heute das Werk. Das kontrastreiche Leuchtzifferblatt lässt sich in Verbindung mit den markanten Leuchtzeigern hervorragend ablesen. Und die kannelierte Drehlünette mit rotem Merkpunkt gestattet das genaue Einstellen von Zeiten.

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