Samstag, 23. Juli 2011

Historisches Datum: Vor 70 Jahren startete die Karriere des Jeep - im Auftrag der US-Army

Willys MB 1943
Nicht nur in der Historie des Automobils markiert der 23. Juli 1941 eine wichtige Koordinate: Der kleine amerikanische Automobilhersteller Willys-Overland erhält an diesem Tag von der U. S. Army offiziell den Auftrag zum Bau von 16.000 „Willys MB", einem leichten, wendigen und robusten Militärfahrzeug. Aus den 16.000 sollten nicht nur 250.000 und ein befreites Europa werden, der Vertrag ist zugleich die Geburtsurkunde einer ganzen Fahrzeuggattung - und einer Weltmarke: Jeep®

Willys MA 1941
Schon 1938 hatte die Heeresbeschaffungsstelle der U. S. Army 135 Fahrzeughersteller angeschrieben, um vierrädrigen Ersatz für die bis dahin verwendeten Kurier-Motorräder mit Seitenwagen und Ford Model T zu finden. Leicht und wendig sollte das Fahrzeug sein, robust und zuverlässig, mit Vierradantrieb plus Geländeuntersetzung ausgerüstet und 250 Kilogramm Nutzlast transportieren können. Angesichts der Aufrüstung des Dritten Reichs war Eile geboten: Innerhalb von 49 Tagen waren Konstruktionspläne und ein erster Prototyp zu liefern, weitere 26 Tage später 70 Erprobungsexemplare. Nur zwei Hersteller waren bereit, sich dieser Herausforderung zu stellen.

Obwohl Konkurrent American Bantam zunächst die Nase vorn hatte und sich auf Betreiben der US-Regierung auch Ford mit einem Modell einbrachte, erhielt schließlich Willys-Overland den Staatsauftrag. Nach ausführlichen Tests hatte sich der Prototyp „Willys Quad" aufgrund des im Vergleich stärksten (60 PS) und zuverlässigsten Motors sowie des günstigen Preises (738,74 US-Dollar) durchgesetzt. In Produktion ging schließlich der „Willys MA", der schon kurz darauf mit zahlreichen Verbesserungen zum bis heute legendären „Willys MB" wurde. Ford durfte das Auto ebenfalls bauen, damit innerhalb kürzester Zeit große Stückzahlen verfügbar waren. Die bis 1945 bei Willys-Overland und Ford gebauten rund 360.000 Militär-Jeeps wurden zu einem Symbol der Befreiung. Als die amerikanischen GIs nach Kriegsende in die USA zurückkehrten, bleiben viele der Fahrzeuge in Europa, weil ein Rücktransport zu teuer gewesen wäre. So trug der Jeep in den Nachkriegsjahren als Traktor und Räumgerät maßgeblich zum Wiederaufbau bei.

Heute, 70 Jahre später, summiert sich die Produktionszahl aller Jeep-Fahrzeuge auf mehr als 15 Millionen, ausgeliefert an Kunden rund um den Globus. Über die zivilen Willys MB-Nachfolger CJ-5 und CJ-6 aus den Fünfzigerjahren und, ab Mitte der Achtzigerjahre, über mehrere Wrangler-Generationen haben sich Design, Technik und Komfort ständig weiterentwickelt. In den Sechzigerjahren erfand Jeep schließlich das Segment der Luxus-SUVs, in dem die Marke heute mit dem neuen Grand Cherokee erfolgreich ist. Der Charme und unverwechselbare Charakter eines jeden Jeep ist bis heute erhalten geblieben - ebenso wie seine Position als Original aller Geländewagen.

Übrigens: Im Innenraum der aktuellen Jeep Wrangler-Modelle erinnert eine verschraubte Plakette mit dem Schriftzug „Jeep, Since 1941" heute wieder an jenen historischen Vertrag vom 23. Juli 1941, mit dem vor 70 Jahren alles begann.
Buchtipp:
„Jeep“ Das Original - seit 70 Jahren
156 Seiten, 129 Farbfotos, 6 S/W-Fotos
Format 27,5 x 29,5 cm
gebunden mit Schutzumschlag
Delius Klasing Verlag
ISBN 978-3-7688-3277-9
49,90 Euro

Dienstag, 12. Juli 2011

Kleidung für Top Hatter: Barbour Steve McQueen™-Kollektion zum Herbst/Winter 2011

Baker Jacket: 449,00 €
Was hatte er, was wir nicht haben? Steve McQueen, der bis heute unangefochtene "King of Cool", sah verdammt gut aus, hatte tolle Autos und Motorräder, mit denen er an internationalen Rennen teilnahm, schöne Frauen und einen jungenhaften Charme, der ihm eine steile Schauspielkarriere bescherte. Außerdem noch wusste er sich richtige zu kleiden. Eines der Kleidungsstücke, die ihm so unverschämt gut standen, war seine Barbour International Motorradjacke, die er in seiner Freizeit und bei Motorradrennen wie den International Six Day Trials (ISDT). 1964 ging McQueen bei den ISDT in Erfurt für das US-amerikanische Team an den Start. Vor dem Rennen machte McQueen mit dem Team einen Zwischenstopp in London, um dort ihre Barbour International Jacken zu kaufen. Sie bot den Fahrern perfekten Schutz vor dem widrigen europäischen Wetter sowie vor dem Schlamm der Trialstrecke. Die großen Taschen boten zudem reichlich Platz für alle wichtigen Utensilien der Fahrer.
Rexton Jacket: 599,00 €
Anlässlich des 75. Geburtstags seiner International-Motorradbekleidung bringt Barbour zum Herbst/Winter 2011 nun eine limitierte Barbour Steve McQueen™ Collection heraus - als Hommage an einen der berühmtesten Träger der Barbour International.
Die Barbour Steve McQueen-Kollektion beinhaltet Jacken, Hemden, T-Shirts und Strickwaren, die im Design von Steve McQueens Look inspiriert sind.
Highlights sind das Rexton und das Baker Jacket mit der US-amerikanischen Flagge im Innenfutter und auf der linken Brust. Sie sind originalgetreu Nachbildungen der Jacke, die Steve McQueen beim ISDT-Rennen 1964 in Erfurt trug. Das Rexton Jacket aus olivfarbener gewachster Baumwolle wurde für seinen Vintage-Look manuell bearbeitet. Die Wachsjacken Trophy und Greenham Jacket spiegeln Steve McQueens lässigen Stil wider und zeigen im Innenfutter Fotoprints mit Motiven des Schauspielers.
Die Steppjacke Hilson ist der Jacke nachempfunden, die Steve McQueen auf dem Bild im Innenfutter trägt. Das Enduro Jacket aus gewaschenem Leder ist casual und kernig zugleich.
Melrose Shawl
Neck Cardi: 299,00 €
 In seiner Freizeit trug Steve McQueen häufig Strickwaren und T-Shirts. Inspiriert von diesem Look enthält die Barbour Steve McQueen-Kollektion neben kernigen Strickpullovern und Cardigans auch Jeanshemden mit Bildern des Schauspielers in der Passe. T-Shirts in Creme, Rot und Blau zeigen berühmte Fotos der Stilikone auf dem Motorrad – eine Hommage an die Legende Steve McQueen.
„Ich freue mich, durch diese spannende Kooperation ebenfalls Teil des 75. Geburtstags der Motorradbekleidung zu sein,“ so Steve McQueens Sohn Chad. „Alle Designs spiegeln den Stil meines Vaters wider und das Timing ist perfekt! Ich habe noch lebhafte Erinnerungen an Dads Barbour-Jacken. Sie waren immer um uns herum und ich weiß noch genau wie sie rochen, sich anfühlten und wie schwer sie waren. Ich trage selber Barbour - sicherlich aufgrund der Fotos von meinem Dad auf der Triumph, die mir immer im Gedächtnis bleiben werden.“

Top Hatter historisch: Rudge Whitworth ca. 1928

Dank an www.jaytee59.de

Montag, 4. Juli 2011

Wiedergeburt ein Legende: Morgan 3 Wheeler


Fast 60 Jahre, nachdem der letzte Morgan 3 Wheeler 1953 das Werk im englischen Malvern Link verlassen hat, sehen die heutigen Verantwortlichen der Morgan Motor Company die Zeit gekommen, die dreirädrige Legende wieder auferstehen zu lassen.
Der 2011er Morgan 3 Wheeler dessen Produktion gerade angelaufen ist, verbindet das klassische Design seine Ahnen mit moderner Technik und Fahrleistung. Ein kräftiger V-Twin-Motor bringt über ein komfortables Mazda-Fünfganggetriebe seine115 Pferdestärken auf die Straße. Die Sicherheit der Fahrgäste im „Cockpit“ wird durch den kräftigen Rohrahmen und zwei Überrollbügel gewährleistet. Der Fahrspaß beginnt bei ca. 30.000 €.
Mehr Infos: www.morgan3wheeler.co.uk