Dienstag, 13. März 2012

Neues Magazin: "The Heritage Post" - Weil wir das Eine vermisst haben

"The Heritage Post" Cover im Stil von Norman Rockwell: ein ambitioniertes und mutiges Zeitschriftenprojekt, das Unterstützung verdient.

Nun auch Herausgeber einer Zeitschrift: Uwe van Afferden.

Alles über die echte Jeans.

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Der deutsche Zeitschriftenmarkt ist bekannt für seine riesige Auswahl an Publikums- und Special-Interest-Titeln. Nachhezu jedes Interessengebiet wird heute mit einer eigenen Fachzeitschrift abgedeckt. Tausende von Titeln der wenigen großen und vielen kleinen Verlage buhlen um den endlichen Markt der Werbekunden. Auch die einstmals schmale Regalreihe der Magazine für den stil- und modebewussten Mann wird stetig breiter.

In dieses Haifischbecken wagt sich nun der Düsseldorfer Grafiker, Möbeldesigner und Herrenoberbekleidungshändler Uwe van Afferden mit dem "Magazin für Herrenkultur - The Heritage Post". Warum er das tut, beantwortet er im Editorial seiner ersten Ausgabe: "Weil wir das Eine vermissen! Eins, das anders ist, das tiefer geht, das keine Illusionen abbildet und in dieser schnelllebigen Zeit einfach mal gegen die Zeit läuft."

Das Magazin wendet sich an die stetig wachsende Zahl von Freunden einer wertbeständigen, qualitätsbewussten und traditionsorientierten Waren-, Mode- und Wertewelt. Man könnte sie die Kinder der "Manufaktum- Generation" nennen, die selbst inzwischen etwas ins spießige, frömmlerische und saturierte abgerutscht ist - wenn wundert’s, Manufaktum gehört inzwischen schließlich dem "Otto Versand, Hamburg".

Wichtige Stichworte der Zielgruppen des neuen Magazins sind Heritage und Vintage - was man nicht einfach mit Retro verwechseln darf: die Freude an alten, klassischen Dingen, die bestenfalls noch auf eine reiche und lange Tradition zurückblicken können, vereint die Anhänger dieser Stilrichtung. Oft liegen die Wurzel solcher Dinge im Amerika und England des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Robuste Arbeitsbekleidung, militärische Uniformen oder Expeditionsausrüstung sind die Ursprünge des Modestils dieser rückorientierten Avantgarde. Manch einer läuft in den Großstädten dieser Erde inzwischen im kompletten Outfit eines amerikanischen Mienenarbeiters, eines Holzfällers oder eines Polarexpeditionsteilnehmer herum - selbst die vollbärtige Anmutung eines Waldschrats oder Midwest-Hinterwäldlers gelten in der Szene als Dernier Crie.

"The Heritage Post" hat das Zeug, zur deutschsprachigen Leitpostille dieser Stilrichtung zu werden. Das handliche Heft zum Preis von 7,50 € ist prall gefüllt mit Beispielen für das Lebensgefühl der Vintage/Heritage-Freunde. Im ersten Heft ist die Mutter aller traditionsreichen Arbeiterbekleidungsstücke - die Blue Jeans ein großes Thema. Wir lernen, dass die besten Denim-Stoffe und Jeans inzwischen aus Japan und nicht mehr aus den USA kommen. Und das man eine echte Jeans ein halben Jahr nicht waschen soll - ok, nichts ist umsonst. Weiterhin gibt es schön gestaltete Seiten zu Themen wie Uhren, Motorrädern, Food, Schuhen, Interior Design, Taschenmessern, Brillen ... eben zu allem was echten Männern wieder Spaß macht und gut aussehen lässt.

"The Heritage Post" soll vier Mal im Jahr erscheinen. Top Hatter wünscht dem lobenswerten Projekt alles Gute und freut sich schon auf die nächste Ausgabe.

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