Montag, 30. Januar 2012

Sehr coole Bikes von Wannabe Choppers, Gießen

Neulich auf der Motorrad-Messe Gießen: Custom Bikes von Wannabe Choppers.
"Schwarzer Johnny", Royal Enfield Bullet 500, Fotos: Frank Schulte
"Schwarzer Johnny": Handschaltung und Amal-Vergaser

"Messed-Up": Harley Davidson Ironhead Sportster



"Messed-Up": harter Sattel

"Messed-Up":Handschaltung

Freitag, 20. Januar 2012

Vespa Deluxe: Darf's ein bisschen mehr sein?

Vespa P 200 E: Restauration abgeschlossen. Fotos: Frank Schulte

Auferstanden aus Ruinen: so machen Restaurationsaufträge Spaß – eine Vespa als Geburtstagsgeschenk war der Wunsch. Schön sollte sie sein, schnell sollte sie sein, exklusiv sollte sie sein und schnell musste es gehen. Die Qualität des Endergebnisses war das Maß der Dinge und nicht, wie leider so oft, der Inhalt des Geldbeutels. Alles in allem also ein herrlicher Auftrag.
Gemäß dem Rezept“ aus hässlich wird schön“ der RTL II Show „Extrem schön“ galt es zuerst ein hässliches Entlein zu finden, dass im Laufe der Zeit in einem stolzen Schwan verwandelt werden sollte. 

Aller Anfang war hässlich.
Auserkoren wurde eine Vespa P 200 E mit Außenbackenverschluss aus dem Geburtsjahr 1981 des zu Beschenkenden. Ihre Vorbesitzer hatten die einstmals schlichte Schönheit mit allerhand einstmals chromblitzenden Tand, Lautsprechern im Gepäckfach und einer beinahe schmerzhaften Grün-metallic-Lackierung versehen. Alles muss ab hieß nun das Motto. Ein kompletter Strip mittels Korundstrahl-Entlackung brachte die nackte Wahrheit an den Tag. Die formvollendete Blechkarosse präsentierte sich bis auf wenige Rostnester als gesund – kein Problem für den Spengler unseres Vertrauens. Wiederherstellung der Blechsubstanz war dabei die Maßgabe – möglichst wenig Spachtelmasse sollte Verwendung finden. Pfusch unter dem ausgewählten Farbton wäre beinahe ein Sakrileg gewesen: denn die Originalfarbe des Lamborghini Reventon, ein mittlerer Grauton, der aufgrund bestimmter Metallicpartikel eine überraschende Tiefe aufweist, schmückt nun den Roller.
Die ehemals durchgerockte Sitzbank wurde aufgepolstert und mit einem griffigen, dicken, mittelbraunen Echtleder bezogen.
Breitreifen auf pulverbeschichteten Cosa-Felgen runden die Optik ab. Punkt Eins unser Vorgaben war somit erfüllt: schön und exklusiv ist die Vespa nun.


Leistung, Geschwindigkeit und deren Beherrschung auf der Straße waren nun die Aufgabe. Hier durfte der ambitionierte Vespa-Tuner und -Racer Henning Ruckstuhl seine Expertise unter Beweis stellen. Aus dem 200-er Motor mit seinen 10 PS kitzelte er am Ende runde 23 PS heraus. Eine beängstigende Leistung für ein nur gut 100 kg leichtes Fahrzeug auf zwei kleinen 1o-Zoll-Reifen.
Möglich macht das ein Polini 210 ccm Alu-Zylinder mit 7 Überströmkanälen auf einem gefrästen und polierten Motorgehäuse, eine Mazzuchelli Rennkurbelwelle, eine verstärkte Kupplung, ein 30-er Mikuni Membran-Vergaser, der eine Sonderanfertigung des Ansaugstutzen nötig machte und schließlich ein Sito Sportauspuff. 


Damit die Vespa vor lauter Kraft auch laufen kann, sorgen eine Piaggio Millenium Gabel, vollhydraulische Grimeca Scheibenbremsen und Bitubo Gasdruck-Stoßdämpfer mit verstellbarer Druckstufe und stufenloser Federvorspannung für den sicheren Halt auf der Straße.
Zum Abschluss der nur gut 3-monatigen Restauration ließ sich Hennig Ruckstuhl zu dem Satz hinreißen: „Das ist das Beste, was meine Werkstatt je verlassen hat – abgesehen natürlich von meiner Eigenen“ – aber das ist wieder ein anderes Thema.

Nun krönt die Vespa Deluxe den auch bislang nicht ganz unexklusiven Fuhrparkt  - Ferrari 458 Italia, MB C 63, MB G 55, Fiat 500 - des neuen Besitzers.

Sollte nun jemand den dringlichen Wunsch verspüren, ein ähnlich exklusives und individuelles Fahrzeug auf zwei oder vier Rädern sein Eigen zu nennen - lassen Sie uns nur machen. 
Kontakt über top-hatter@top-hatter.de.







Sonntag, 15. Januar 2012

Citroen DS: Göttinnendämmerung - selbst im Sterben schön

Neulich an der Rue National 3. Fotos: Frank Schulte

Mehr Fotos vom Tempel der Göttinnen gibt es hier.




Mehr Fotos vom Tempel der Göttinnen gibt es hier.




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Der "Tempel der Göttinnen" an der Rue National 3 kurz hinter der deutschen Grenze gleicht eher einem Friedhof. Doch selbst im Sterben erstrahlen die vielen Citroen DS in den verschiedensten Stadien des Verfalls in einer „Göttinnen gleichen" Würde und Schönheit.

Mehr Fotos vom Tempel der Göttinnen gibt es hier.

Freitag, 13. Januar 2012

Take My Breath Away: TOP GUN Miramar von IWC

IWC Fliegeruhr im Military-Stil: TOP GUN Miramar. Foto: IWC

Als nassforscher Fliegerschnösel machte Tom Cruise 1986 die Elite-Jagdfliegerschule Top Gun in Miramar, Kalifornien, durch den gleichnamigen Film weltbekannt. Der Schweizer Traditionsuhrenhersteller IWC möchte nun mit der Fliegeruhr "TOP GUN Miramar" an den Mythos des Ortes und des Filmes anknüpfen.

"Für die neuen TOP GUN-Fliegeruhren haben wir uns auf unsere lange Tradition als Herstellerin von einzigartigen Beobachtungsuhren besonnen. In den 1940er-Jahren dienten Fliegeruhren aus der Schaffhauser Manufaktur als sogenannte B-Uhren an Bord von Flugzeugen der Navigation", erklärt Georges Kern, CEO von IWC Schaffhausen. "Nur die genauesten Zeitmesser waren damals den Beobachtern gut genug – nach ihnen stellten der Pilot und seine Crew ihre Armbanduhren." Da es bei der Navigation vor allem auf eine optimale Ablesbarkeit der Sekunden und Minuten ankam, wurden auf dem Außenring oftmals nur diese beiden abgebildet; die Stunden erschienen relativ klein auf einem Zentralring. Dieses gestalterische Detail inspirierte die Designer von IWC, den Stunden- und Minutenkreis auch auf den Zifferblättern der Großen Fliegeruhr TOP GUN Miramar und der Fliegeruhr Chronograph TOP GUN Miramar separat darzustellen.

"Die Beschäftigung mit den historischen Wurzeln unserer Fliegeruhren brachte uns auch auf die Idee, mit der Miramar erstmals eine Uhrenlinie im Militarydesign zu kreieren", ergänzt Christian Knoop, Creative Director bei IWC.

Das dunkle, metallisch schimmernde Grau des Keramikgehäuses und das matte Anthrazit des Zifferblattes assoziieren Präzisionsinstrumente der Aviatik. Spezifische Farben aus dem Bereich der Tarnung wie Beige für Zeiger und Minuterie sowie Grün für das Armband unterstreichen den gewünschten Look. Das Textilarmband ist den strapazierfähigen Gewebebandgurten nachempfunden. Hinzu kommen zwei für TOP GUN typische Hightechmaterialien, die vom Schaffhauser Unternehmen bereits in den 1980er-Jahren in den Uhrenbau eingeführt wurden: Zirkonoxid für das Gehäuse sowie Titan für die Bedienelemente und den Uhrenboden. Beide Miramar-Modelle sind, wie übrigens die gesamte TOP GUN-Kollektion, mit hauseigenen Manufakturkalibern ausgestattet. Die Große Fliegeruhr TOP GUN Miramar ist wie das Schwestermodell mit dem größten Automatikwerk von IWC mit einer Gangdauer von 168 Stunden ausgestattet; das erklärt auch die 48 Millimeter Gehäusedurchmesser. Die Fliegeruhr Chronograph TOP GUN Miramar hat mit dem Kaliber 89365 eines der modernsten und widerstandsfähigsten Chronographenwerke an Bord.

Weltbekannt durch den Film Top Gun wurde auch der Song Take My Breath Away der kalifornischen Band Berlin: da werden Erinnerungen wach.

Montag, 9. Januar 2012

Citroen DS: Ist das Kunst oder kann das weg?

Die nackte Wahrheit kann manchmal schmerzhaft sein.

Nach dem Motto "außen hui - innen pfui" präsentiert sich nun der Motor meiner "Göttin" in seiner ganzen schrecklichen Pracht.

Da gibt es nun für den DS-Heiler meines Vertrauens jede Menge zu putzen, zu dichten und zu ersetzten ... und für mich zu bezahlen.

Bleibt mir nur die Hoffnung auf ein sanftes Schweben und müheloses halbautomatisches Schalten im gar nicht mehr so fernen Frühling.

C’est la vie!

Mittwoch, 4. Januar 2012

Ausstellung im C/O Berlin: Ron Galella . Paparazzo Extraordinaire

1983 in Los Angeles, Mick Jagger und Jerry Hall © Ron Galella

C/O Berlin, International Forum For Visual Dialogues, präsentiert noch zum bis 26. Februar 2012 die Ausstellung Paparazzo Extraordinaire des amerikanischen Fotografen Ron Galella. Die Eröffnung findet am Freitag, den 9. Dezember 2011, um 19 Uhr im Postfuhramt in der Oranienburger Straße 35/36 in Berlin-Mitte statt. 

Wenn jemand sagt: ,Keine Fotos!‘ – dann versuche ich, keine mehr zu machen. Aber bevor er das sagt, mache ich so viele, ich kann. Das ist das Spiel.“ Ron Galella

Andy Warhol 1985 © Ron Galella
Die Jagd eines Paparazzo ist listig, rabiat und endet zuweilen schmerzhaft. Im schlimmsten Fall blutig – inklusive Kieferbruch und Zahnverlust. Für seine Undercover-Aktionen war Ron Galella kein Aufwand, kein Risiko zu hoch. Um die Celebrities in ihrer natürlichen Umgebung im richtigen Moment zu erwischen, ging er vor wie ein Detektiv, geduldig, ausdauernd, gerissen. Ob Jacqueline Kennedy, Marlon Brando, Greta Garbo, Andy Warhol, Sean Penn, Robert Redford, Muhammad Ali, Madonna, Mick Jagger oder Audrey Hepburn – er hat sie alle vor sein Objektiv bekommen. Seine Bilder sind eher Schnappschüsse, denn Porträts. Spontan, nicht gestellt und daher außerordentlich authentisch.

Ron Galella ist ein Pionier der Paparazzi-Fotografie. Anders als bei anderen Vertretern seines Metiers sehen die Stars bei ihm gut aus. Ungeachtet dessen gilt sein Interesse dem Geheimnisvollen der Stars jenseits von Pose und Maske. Was verbirgt sich hinter deren glamourösem Leben? Wie sind diese Menschen aus der Nähe? Wer sind sie? In der Tat geben seine Fotografien Antworten: Die Celebrities sind nicht besonders. Jeder könnte ein Star sein, denn nur die Medien erschaffen mit ihren Bildern Ikonen, Schönheit und Unsterblichkeit. Mit der Unmittelbarkeit seiner Paparazzi-Fotografien verstärkt und zerstört Ron Galella sorgsam aufgebaute Images und bietet gleichzeitig neuen Stoff für die ständige Sensationslust der Presse.

1986, New York, Sean Penn © Ron Galella
Ron Galella, 1931 in der Bronx in New York City, geboren, begann seine Karriere als Fotograf bei der Air Force. Mit Anfang zwanzig zog er nach Los Angeles und machte eine Ausbildung zum Fotojournalisten. In seiner Freizeit fotografierte er auf Filmpremieren eintreffende Stars und verkaufte seine Bilder an National Enquirer und Fotoplay. Seine fotografische Herangehensweise führte neben körperlichen Übergriffen auch zu Klagen - unter anderem von Jacqueline Kennedy. Nach einem ersten Gerichtsverfahren 1972 durfte er ihr nicht näher als 25 Fuß kommen. Da er die Auflage vier Mal gebrochen hat, kam es 1982 zu einem zweiten Urteil. Hier musste er versprechen sie bis an ihr Lebensende nicht mehr zu fotografieren. Andy Warhol hingegen verehrte den Fotografen, Liz Taylor verwendete für ihre Autobiografie Bilder von ihm. Neben seinen spontanen Paparrazzi-Fotografien, inszenierte Ron Galella auch Aufnahmen im Auftrag diverser Magazine wie Time, Rolling Stone, VOGUE oder auch Vanity Fair. Seine Fotografien wurden weltweit in Ausstellungen gezeigt und in Büchern publiziert.

Ausstellung: 10. Dezember 2011 bis 26. Februar 2012
Fotografien von Ron Galella: "Paparazzo Extraordinaire"
C/O Berlin im Postfuhramt
Oranienburger Straße 35/36 . 10117 Berlin
www.co-berlin.com