Mittwoch, 26. August 2015

Lufthansas „Tante Ju“ ist nun „fliegendes Denkmal“

Weltweit einmalige Auszeichnung für das Lufthansa-Traditionsflugzeug Ju 52


Das "fliegende Denkmal" Junkers Ju 52, Baujahr 1936
Foto: Burkhard Jacobfeuerborn © Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung
Sie ist eines der ältesten, noch fliegenden Passagierflugzeuge der Welt. Von ihren vielen Fans im In- und Ausland wird sie liebevoll „Tante Ju“ genannt. Jetzt wurde dem Oldtimer, gebaut 1936 in den Junkers-Flugzeugwerken in Dessau, eine Ehre zuteil wie noch keinem Passagierflugzeug zuvor: Als weltweit erstes und einziges für den gewerblichen Flugbetrieb zugelassenes historisches Verkehrsflugzeug ist die Ju 52 der Lufthansa jetzt vom Amt für Denkmalschutz der Hamburger Kulturbehörde als „bewegliches Denkmal“ unter Schutz gestellt worden. Mit dieser Ehrung werden auch das Lebenswerk und die Leistung des legendären deutschen Ingenieurs, Luftfahrtpioniers und Unternehmers Hugo Junkers gewürdigt.

Dass die Ju 52 ein ebenso bedeutsames wie beliebtes Zeugnis der Luftfahrtgeschichte darstellt, belegen die mehr als 9.000 Fluggäste, die sich alljährlich im Sommerhalbjahr bei einem der zahlreichen Rund- und Streckenflüge in ganz Deutschland sowie in Österreich an Bord der „Tante Ju“ in die Pionierzeit der Passagierluftfahrt zurückversetzen lassen. Der jetzt verliehene Titel „bewegliches Denkmal“ durch das Denkmalschutzamt Hamburg unterstreicht die Bedeutung der Ju 52 als wichtiges Zeugnis für die Konstruktions- und Luftfahrtgeschichte, dessen Nutzung und Erhalt im öffentlichen Interesse liegt.

Das charakteristische Wellblechkleider
der Ju 52 Foto: Frank Schulte
Die Anerkennung als „bewegliches Denkmal“ setzt die Erfüllung strenger Kriterien des Denkmalschutzgesetzes voraus. Das dort geforderte Mindestalter von 30 Jahren erfüllt die Ju 52 quasi in Potenz; auch der erforderliche ausreichende Anteil an Originalsubstanz ist vorhanden. Den Denkmalschützern musste zudem nachgewiesen werden, dass die Ju 52 eine besondere Bedeutung hat, die ihren Erhalt zu einem Gegenstand des öffentlichen Interesses macht. Das gelang: „Die Tante Ju besitzt eine große luftfahrthistorische Bedeutung als eines der letzten und gut erhaltenen Beispiele dieses damals im Hinblick auf seine Konstruktion neuartigen Motorflugzeugtyps, der nicht umsonst seinerzeit lange Jahre ein Erfolgsmodell und Verkaufsschlager war“, erläutert Dr. Christine Onnen vom Hamburger Denkmalschutzamt.

Mehr Infos: www.dlbs.de

Donnerstag, 6. August 2015

Motorradfahrer lieben Kroatiens großartige Kulisse und abwechslungsreiche Routen

Von Küstenrouten bis hin zu Berglandschaften – Kroatien bietet für Motorradfans eine große Auswahl an erlebnisreichen Routen

Fotos: Aleksander Gospic
Die Adriatische Küstenstraße, zwischen Rijeka und Dubrovnik gelegen, ist eine der beliebtesten Routen bei Motorradfahrern. Dank ihrer abfallenden Kurven und dem fantastischen Ausblick auf die Küste wurde die Straße auch von der weltweit bekannten Motorradmarke Harley Davidson gewürdigt: So wurde die „Magistrala“, wie sie von Einheimischen genannt wird, in die Discover More 2015 Tour der Motorradmarke integriert.

Der Rest des Landes bietet ebenfalls eine große Anzahl an Straßen, die sich sehr gut für Biker eignen. Abwechslungsreiche, gut erhaltene Routen bieten sowohl erfahrenen Fahrern als  auch Einsteigern ein besonderes Fahrvergnügen. Kroatien ist zudem mit einer Distanz von etwa 1.000 Kilometern und einem gut ausgebauten Straßennetz einfach von Deutschland erreichbar.

Adriatische Küstenstraße
Die Adriatische Küstenstraße ist eine herausfordernde, aber gut zugängliche 400 Kilometer lange Route, die entlang der Küste von Rijeka nach Dubrovnik führt. Sie eignet sich sehr gut für Motorradfahrer, die gerne kleine Pausen entlang der Route einlegen, um im Meer zu schwimmen oder kroatische Spezialitäten wie Pršut (Schinken), Paski sir (Schafskäse), Fisch oder Lammkoteletts zu probieren. Die Adriatische Küstenstraße läuft entlang der Adriaküste vom Norden bis in den Süden Kroatiens. Sie bietet einen bemerkenswerten Ausblick auf das azurblaue Meer und auf die vielen kleinen, vorgelagerten Inseln. Diese Vorzüge hat auch Harley Davidson als Highlight in der Discover More 2015 Tour herausgestellt.

Slawonien
Diese Region liegt im Osten von Kroatien an der Grenze zu Ungarn, Serbien und Bosnien Herzegowina. Aufgrund der reichhaltigen Böden ist sie als „Kornkammer Europas“ bekannt. Slawonien ist relativ flach und zeichnet sich durch heiße Sommer und kalte Winter aus. Aus diesem Grund eignet sich die Region sehr gut für eine entspannte Motorradfahrt, insbesondere im Frühling und im Herbst. Das Gebiet ist aufgrund seiner Lage kein Ziel für Massentourismus. Motorradfahrer können auf ihrer Tour daher auch gerne etwas mehr Gas geben. Eine Tour durch Slawonien bedarf einer genaueren Planung, da nicht an jeder Ecke ein Hotel zu finden ist. Daher ist es am einfachsten, bei Einheimischen in einem Bed & Breakfast zu übernachten.

Inland Istrien
Istrien befindet sich im Norden der kroatischen Küste, nahe der italienischen Grenze. Das Inland ist vor allem im Herbst ein attraktives Ziel, da sich hier saisonale Produkte wie beispielsweise Trüffel genießen lassen. Die Region verfügt zudem über zahlreiche Wein-Routen, auf denen man nach einer langen Fahrt ein Glas der lokalen Weine wie Malvasia, Teran und Muscat probieren kann. Fährt man weiter in das Landesinnere, so stellt man fest, dass dieses aus einer wunderschönen grünen, hügeligen Landschaft mit malerischen Dörfern besteht. Daneben gibt es in Istrien viele Wasserfälle und Wälder. Eine schroffe Küstenlinie mit vielen Buchten und steinigen Stränden zählt ebenfalls zu den Charakteristiken der nördlichsten Region Kroatiens.

Lika
Die Region Lika liegt in der Mitte Kroatiens und ist für seine zwei Nationalparks, wie beispielsweise der Nationalpark Plitvicer Seen, bekannt. Lika stellt vor allem für Motorradfahrer, die die Natur lieben, ein attraktives Ziel dar. Die Straßen sind problemlos zu befahren und die Region bietet einige interessante Ferienorte. Außerdem gibt es in Lika viele Bergwege zum Wandern. Wer also auf eine Fahrt im Grünen nicht verzichten möchte, sollte in jedem Fall die Region Lika bei seiner Planung einbeziehen.

Motorradfahrer lieben abwechslungsreiche Routen. Genau das kann Kroatien bieten: Von Routen entlang der Küste bis hin zu bergigen Landschaften. Biker, die Kroatien schon einmal besucht haben, bestätigen: Es ist nicht nur ein großartiges Land für eine Motorradtour, auch die Einheimischen sind sehr offen und freundlich.

Biker Festivals
Um sich eine Pause abseits der Straßen zu gönnen und Erfahrungen mit anderen zu teilen, eignen sich Biker Treffen wie die „Croatia Bike Week“ in Pula. Das Treffen für Motorrad-Liebhaber findet zusammen mit Stunt Shows und 15 Konzerten vom 24. bis zum 30. August statt. Es ist also noch nicht zu spät, um einen Fahrt rund um den Zeitpunkt des Events zu planen. 

Mehr Informationen unter: croatia.hr